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Ein wesentliches Ziel des Geschichtsunterrichts besteht darin, sich mit historisch gewachsenen gesellschaftlichen Strukturen und Prozessen auseinanderzusetzen, um anschließend eine eigene Beurteilung des Themas vornehmen zu können.

Indem in Geschichte fremde Epochen erkundet sowie Wertmaßstäbe und Lebensgewohnheiten anderer Kulturen kennengelernt werden, gelingt es, die eigene Umwelt besser zu verstehen und eine fundierte kritische Position einzunehmen.

Der Geschichtsunterricht legt dabei die Schwerpunkte auf eine inhaltlich vertiefende Auseinandersetzung mit historisch bedeutsamen Ereignissen sowie dem methodischen Vorgehen mit diesen Inhalten. Im ersten Lernjahr beginnt der Unterricht in der klassischen Antike der Griechen und Römer und wird dann exemplarisch Themen des Mittelalters aufgreifen. Es geht hierbei weniger um das sture Auswendiglernen von Daten und Ereignissen, sondern darum, historische Prozesse und Zusammenhänge zu erkennen und zu beurteilen. Die Auseinandersetzung mit schriftlichen Quellen und deren Bearbeitung wird hier einen wesentlichen Teil des Unterrichts einnehmen. Im Laufe Ihrer Schullaufbahn werden immer weitere Quellenarten und das entsprechende methodische Vorgehen mit diesen dazu kommen. Neben der schriftlichen Leistungsbewertung werden insbesondere Unterrichtsgespräche, Hausaufgaben, Referate, Arbeitsmappen oder Tests in den Unterricht mit einfließen.

 

                       

 Für den Lateinunterricht gilt :

 

  • der Unterricht findet auf Deutsch statt ;
  • es gibt keine Probleme mit der Aussprache und der Rechtschreibung ;
  • Ziel des Unterrichts ist es, lateinische Sätze kleinschrittig hinsichtlich ihrer Grammatik zu analysieren ( zerlegen ) , genau ins Deutsche zu übertragen und
    über den Inhalt des Textes zu reflektieren ( nachdenken ) ;
  • es werden Texte über das römische Alltagsleben , über die griechische Sagenwelt , aus dem alten Testament (Bibel) und römische Sprichwörter gelesen ;

      kurz : antike Texte, die zur Allgemeinbildung in der europäischen Kultur gehören.

 

 

      Es ist sinnvoll, Latein zu lernen  :

 

  • weil man durch das Übersetzen dieser systematisch aufgebauten Sprache ein Verständnis für die Grammtik und den Aufbau der eigenen Muttersprache bekommt ;
  • weil man bei der Übersetzung des lateinischen Textes ständig die deutsche Ausdrucksweise überprüft , trainiert und optimiert ;
  • weil der LU  Arbeitstechniken schult, die für andere Fächer , für das Studium und für den Beruf nützlich sind : analytisches, synthetisches , systematisches und logisches Arbeiten ( auseinander nehmen / zusammensetzen /einheitlich gestalten / folgerichtige Schlüsse ziehen ) ;
  • weil  der LU das Verststehen von Fremdwörtern  und Fachausdrücken der Geistes- und Naturwissenschaften, der Technik und der Wirtschaft (  z.B.  : die Demonstration , die Mutation , der Kompressor , die Inflation ; der Direktor ; der Traktor ; u.s.w. ) ;
  • weil man evtl. Lateinkenntnisse an der Universität nachweisen muss, um bestimmte Fächer studieren zu können; ( Hinweis :  am Abendgym. erreichen Sie nur das „Kleine Latinum“ am Ende von Q2  , sofern Sie mindestens die Note  „ausreichend“, 05 P. erlangt haben .)

  

 

Latein sollte wählen :

 

  • wer Probleme mit der Schreibweise und Aussprache moderner Fremdsprachen hat ;
  • wer Freude am Denken , am Kombinieren und am systematischen Arbeiten hat ;
  • wer  Vokabeln lernen kann , ohne diese wiederholt akustisch anzuwenden ;
  • wen die antike europäische Kultur interessiert .

 

 

 

 

 

Mathematik

„Mathematik ist ein mehr als 4000 Jahre altes Kulturgut der Menschheit. Viele technische und wissenschaftliche Erkenntnisse beruhen in hohem Maße auf mathematischen Forschungsergebnissen und deren Anwendungen“ (1)

oder kurz gesagt: Mathematik ist (fast) überall drin !
Deshalb ist Mathematik Kernfach und wird vierstündig pro Woche in allen drei Jahren der Oberstufe unterrichtet. Die folgenden Inhalte werden behandelt :

  • Analysis: Das Rechnen mit Zahlen und Buchstaben sowie das Analysieren von Funktionen
  • Analytische Geometrie: Die Lösung geometrischer Probleme mit rechnerischen Methoden
  • Stochastik: Die Behandlung von Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung

Aufgrund der großen Unterschiede bei der Lernausgangslage der Schülerinnen und Schüler zu Beginn der Einführungsphase wird am Anfang des ersten Schuljahres großer Wert auf das Herstellen einer gemeinsamen Grundlage gelegt. In diesem Zusammenhang wird der Besuch eines vorbereitenden Volkshochschulkurses bei der VHS Lübeck vor dem Besuch des Abendgymnasiums empfohlen.

 

(1) Lehrplan für die Sek II, Gymnasien und Gesamtschulen, Mathematik, 2002 Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Sch.-H.

 

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